Mobilität

Einer der größten und in fast jedem Haushalt mindestens einmal vorkommende Energieschlucker schlechthin ist das Auto.

Obwohl ein Symbol für Status, Freiheit und Mobilität, ist das Auto doch ein kostspieliger Teil unseres Alltags. Die Kraftstoffpreise sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Und das hohe Preisniveau wird wahrscheinlich auch zukünftig gehalten werden.

Durch eine vorausschauende Fahrweise und ein paar Tricks können Sie bis zu 30 Prozent Ihrer Tankkosten im Jahr einsparen und zugleich der Umwelt etwas Gutes tun.

Tipps: Mobilität

    1. Vorausschauend Fahren

      Eine vorausschauende Fahrweise ist beim Energiesparen mit dem Auto das A und O. Halten Sie einen gebührenden Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und vermeiden Sie unnötiges Beschleunigen und Bremsen. Ziel ist es, bei konstanter Geschwindigkeit gleichmäßig in Fahrt zu bleiben.

    2. Kurzstrecken

      Fahren Sie keine Strecken unter vier Kilometern. Gehen Sie zu Fuß, nehmen Sie den Bus oder fahren Sie mit dem Rad. Der Grund: Bei kaltem Motor ist der Verbrauch Ihres Autos sehr hoch. Der Grund dafür ist, dass die Öle und Fette noch zähflüssig sind und dadurch der Reibungswiderstand höher ist. Der Verbrauch liegt auf den ersten Kilometern daher um ca. 50-100% über dem Normalverbrauch.

      Neben dem Verbrauch ist auch der Abnutzungsgrad des Motors höher. Dadurch werden bei häufigen Kurzstrecken öfter Reparaturen und Ersatzteile nötig.

    3. Fahrgemeinschaften

      Bilden Sie Fahrgemeinschaften: Denn eine Fahrgemeinschaft aus 4 Personen kann gegenüber den Einzelfahrern rund 75% Treibstoff einsparen.

    4. Warmlaufen lassen

      Vermeiden Sie das "Warmlaufen" des Motors. Dies ist bei moderner Technik nicht mehr notwendig und verbraucht unnötig Sprit (siehe auch "Kurzstrecken"). Im Stand ist die Kraftstoffeinspritzung in der Regel soweit gedrosselt, dass der Motor sehr lange zum Warmlaufen braucht.

      Besser ist es, den Motor warmzufahren. Dazu sollte man auf den ersten Kilometern verhaltener beschleunigen und frühzeitig hochschalten. So wird der Motor schonend warmgefahren.

    5. Ausladen

      Überflüssiges Gepäck im Kofferraum oder ein nicht genutzter Dachträger erhöhen den Spritverbrauch Ihres Wagens deutlich. Insbesondere Aufbauten wie Dachträger, die die Aerodynamik des Wagens stören, wirken sich negativ auf den Verbrauch aus, selbst wenn diese nicht viel wiegen. Aber auch unnötiger Ballast im Innenraum wie Wasser- oder Werkzeugkisten, erhöhen den Verbrauch.

    6. Reifendruck

      Passen Sie den Reifendruck Ihres Wagens den Herstellerhinweisen bei vollbeladenem Auto an. Dies verringert die Reibung der Reifen. Folge: Weniger Verbrauch und Reifenverschleiß sparen Kosten. So genannte Leichtlaufreifen verstärken diesen Effekt sogar noch.

    7. Niedertourig fahren

      Fahren Sie niedertourig. D.h., volles Ausfahren der Gänge strapaziert den Motor und verbraucht mehr Sprit als nötig. Schalten Sie schon bei 2000 Umdrehungen in den nächsthöheren Gang und fahren Sie konstant mit niedriger Drehzahl.

    8. Stromfresser

      Schalten Sie "Stromfresser" ab. Der Benzinverbrauch ist umso höher, je mehr Leistung für Klimaanlage und elektrische Verbraucher (z.B beheizbare Heckscheibe) aufgebracht werden muss.

    9. Ampeln

      Schalten Sie den Motor ab, wenn Sie an Ampeln mit langen Rotphasen oder an Bahnübergängen warten müssen. Schon ab einer Wartezeit von 30 Sekunden lohnt sich das Abschalten des Motors.

    10. Gefälle

      Fahren Sie im hügeligen Gelände vorrausschauend und gehen Sie rechtzeitig bei starkem Gefälle vom Gas. Motoren verbrauchen durch die Schubabschaltung dann keinen Kraftstoff mehr. Schalten Sie nicht in den Leerlauf, da der Motor dann einen Verbrauch wie im Stand hat. Auch sollten Sie nicht die Zündung ausschalten: Sowohl Servolenkung als auch Bremskraftverstärker funktionieren dann nicht mehr.

    11. Geschwindigkeit

      Wählen Sie eine Reisegeschwindigkeit, die maximal 75% der Höchstgeschwindigkeit entspricht. Behalten Sie diese möglichst konstant (z.B. mit Tempomat, wenn vorhanden) bei. Der Verbrauch steigt bei steigender Geschwindigkeit exponentiell. So liegt die notwendige Leistung z.B. bei 120 km/h um 75% über der Leistung bei 100 km/h, obwohl die Geschwindigkeit nur 20% höher ist.