Pelletheizung

Pelletheizung

Sie suchen eine moderne und effiziente Heizanlage? Dann sollten Sie über eine Pelletheizung nachdenken. Diese nimmt nicht mehr Platz als Ihre alte Heizung ein und heizt vorrangig mit Holz – allerdings deutlich effizienter als der häusliche Kaminofen. Denn der Brennwert der zu Pellets gepressten Säge- oder Hobelspäne wird deutlich besser ausgenutzt.

 

 

Das funktioniert so: In der so genannten Glutzone der Brennkammer zersetzt sich das Holz chemisch bei rund 800 Grad Celsius. Dabei steigen brennbare Gase auf, die oberhalb der Glutzone bei über 1.000 Grad Celsius verbrennen. Zugeführte Luft ermöglicht diese hohen Temperaturen. Das Heizwasser umfließt währenddessen die Brennkammer und Wärmetauscher nehmen die Wärme aus den heißen Vebrennungsgasen auf. Bleche an den Wärmetauschern, so genannte Wirbulatoren, bremsen den Fluss der heißen Gase und ermöglichen so eine effiziente Wärmeaufnahme.

Die Asche, die bei der Verbrennung entsteht, kann als Dünger verwendet oder einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Bei einem Pelletkessel im Einfamilienhaus fallen im Jahr etwa 30 Kilogramm Asche an.

Regelung

Pelletheizungen lassen sich – über die  Brennstoff- und Luftzufuhr – wie Gas- oder Ölheizungen regeln. Moderne Pelletanlagen regeln mittlerweile vollautomatisch. Die aus dem Automobilbau bekannten Lambdasonden sichern hier kontinuierlich den höchstmöglichen Wirkungsgrad. Wie alle effizienten Heizanlagen zählen Pelletheizungen zu den Niedertemperatursytemen. Deren Vorlauftemperaturen von rund 50 Grad Celsius erfordern Heizkörper mit großer Oberfläche.

Lagerung

Idealerweise besteht zudem die Möglichkeit, die Pellets  in einem separaten trockenen Raum mit einer Öffnung nach außen zu lagern. Dann kann der Lieferant die Pellets bequem direkt in den Lagerraum einblasen.  Von dort liefert sie ein Förderband automatisch in den Heizkessel, wo sie elektrisch gezündet werden.

Die Pelletheizung im Vergleich

Das Heizen mit Pellets ist mit rund 750 Euro/Jahr (Preisstand November 2009) nicht teurer als das Heizen mit Erdgas. Der Pelletpreis ist aber ebenso wie der Gaspreis saisonalen Schwankungen unterworfen. Zudem konkurrieren Zellstoff und Papierindustrie mit den Heizanlagenbetreibern um den Rohstoff. Dies kann im schlechtesten Fall erhebliche Preissteigerungen bedeuten.