Dämmen

Hätten Sie es gewusst? Drei Viertel  der Energie in den Haushalten verbrauchen die Menschen für das beheizen ihrer Wohnräume. Eine optimale Wärmedämmung bietet daher enormes  Energiesparpotenzial.  Aus diesem Grund legt die Energieeinsparverordnung  für das  Bauen und Modernisieren verbindliche Mindeststandards fest. Verschiedene Bauteile des Gebäudes etwa dürfen fest definierte Wärmeverluste nicht überschreiten. Diese Standards erreichen Sie nur mit den richtigen Dämmstoffen an der richtigen Stelle. Wärmeleitfähigkeit, Feuchtigkeitsverhalten und Wärmespeichervermögen lauten die für die Dämmung relevanten Kennwerte.

Dach

Wärme steigt nach oben. Deshalb ist es wichtig, das Dach eines Hauses gut abzudichten und zu dämmen, um Heizenergie zu sparen. Der jährliche Energieverlust eines Einfamilienhauses beträgt bei einem gut gedämmten Dach nur etwa ein Viertel einer baugleichen ungedämmten Immobilie. Steigt der Platzbedarf, wird in der Regel das Dachgeschoss ausgebaut. mehr

Fast alle mehr als 20 Jahre alten Gebäude haben einen Energieverbrauch von mindestens 20 Litern Heizöl oder 20 Kubikmetern Erdgas je Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. mehr

Innendämmung, Kerndämmung und  Außendämmung gehören zur Wärmeisolierung. Die Außendämmung ist grundsätzlich vorzuziehen, weil keine Wohnfläche verloren geht. Alle vorhandenen Stellen, wo Wärme entweicht, sogenannte Wärmebrücken, lassen sich von außen beheben.  Das massive außengedämmte Mauerwerk kann im Winter viel Wärme speichern und in einen abkühlenden Raum  abgeben.

Bei der Innendämmung  gilt es,  den Dämmstoff auf die Innenseite des Mauerwerks aufzubringen. Diese Technik kommt oftmals bei der Modernisierung historischer bzw. denkmalgeschützter Gebäude zum Einsatz. Ihr Nachteil liegt in der schrumpfenden Wohn- und Nutzfläche.

Die Kerndämmung ist sinnvoll, wenn Zugriff zu einem vorhandenden Hohlraum besteht. In diesen Hohlraum wird das Dämmmaterial meist eingeblasen oder geschüttet.

Tipp: Wärmebrücken durch Rolladenkästen

Eine oftmals nicht erkannte Schwachstelle der Wärmedämmung ist der Rolladenkasten. Er besteht oftmals aus nur vier Millimeter dünnen Holzplatten.  Allerdings gilt es als schwierig, Rolladenkästen nachträglich zu dämmen ohne die Funktion der Rollade zu beeinträchtigen. Für eine Dämmung  eignen sich Polystyropol oder Holzweichfaserplatten. Unser Tipp: Die optimale Dämmung erzielen Sie, indem Sie Rollade außer Betrieb nehmen und deren Kasten vollständig verfüllen. Für Dunkelheit in den Räumen können dann beispielsweise blick- und lichtdichte Rollos sorgen, die sich von Innen vor die Fenster montieren lassen.

Keller

Oft wird der Keller stetig genutzt, zum Beispiel als Werkstatt, Hobby- oder Lagerraum. Soll der Keller unbeheizt bleiben, empfiehlt sich nur die Dämmung der Kellerdecke. mehr